Schlagwortarchiv für: Onkologie

Roche stärkt sich im Wachstumsmarkt der KI-gestützten Pathologie mit der Übernahme des US-Unternehmens PathAI für bis zu 1,05 Mrd. US-Dollar. Die Schweizer zahlen zunächst 750 Mio. US-Dollar, weitere 300 Mio. US-Dollar sind an Meilensteine gekoppelt. In der digitalen Pathologie geht es vor allem um effiziente Bildanalyse und eine Verknüpfung dieser Daten mit weiteren klinischen Daten und Biomarkerprofilen, um bessere Therapieentscheidungen treffen zu können.

Die Sandoz AG liefert zum ersten Quartal einen kräftigen Anstieg des Umsatzes, der nur durch Währungseinflüsse nicht ganz so groß erscheint. Doch ein Plus von 18% im Biosimilarsegment ist ein deutliches Signal, dass dieser Bereich überproportional an Bedeutung gewinnt. Wenn da nicht die leidige Erstattungsfrage wäre, das Thema automatische Substitution und die Konkurrenz aus Asien. Noch dazu kommen Indien und China auch räumlich immer näher und bringt Biosimilars ‚made in Asien‘ unter deutscher Niederlassungsflagge in die Kostendebatte ein.

Das Münchner Biotechnologie-Unternehmen mbiomics GmbH sichert sich weitere 12 Mio. Euro und erweitert damit die Serie A aus dem Jahr 2023 und eine spätere Aufstockung auf insgesamt 30 Mio. Euro für mikrobiombasierte Therapeutika. Mit MBX-116 startet bald der Schritt in die Klinik. Ziel ist es, komplexe lebende Bakterienkonsortien erstmals skalierbar als Arznei nutzbar zu machen – ein Schlüsseltest für die Mikrobiomforschung.

Mit einer neuen Baukastenmethode aus Genf eröffnen Forscher Möglichkeiten zur über bestimmte Zelloberflächenmarker zielgerichteten zellulären Adressierung von Wirkstoffen, ohne dabei einen Antikörper zu benötigen. Über eine Hybridization Chain Reaction (HCR) genannte Methode wird das Effektormolekül nur wirksam zusammengesetzt, wenn die ausgewählten unterschiedlichen Biomarker auch wirklich gemeinsam auf einer Zelle vorhanden sind.

Novartis setzt seine aggressive Expansionsstrategie in der Onkologie fort und greift erneut zu: Für bis zu 3 Mrd. US-Dollar übernimmt der Basler Konzern einen neuartigen PI3Kalpha-Inhibitor von Synnovation Therapeutics.

Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech SE steht vor einem historischen Führungswechsel – die Köpfe hinter dem Corona-Impfstoff wagen einen Neustart. Ugur Sahin und Özlem Türeci wollen sich ganz auf die mRNA-Plattformtechnologie konzentrieren und starten zum Jahresende in einem eigenen neuen Unternehmen, an dem sich BioNTech beteiligen will, das aber mit einer eigenen Prioritätenliste unterwegs sein soll.

Ein internationales Forschungskonsortium hat das bislang umfassendste genetische Profil von Tumorerkrankungen bei Hauskatzen vorgelegt. Für die in Science veröffentlichte Studie „The oncogenome of the domestic cat“ analysierten die Wissenschaftler 493 Tumoren aus 13 Krebsarten – jeweils im Vergleich mit gesundem Gewebe derselben Tiere. Beteiligt war unter anderem die Veterinärmedizinische Universität Wien wie auch die Universität Bern, Schweiz.

Die University of Pennsylvania (UPenn, Philadelphia), BioNTech und Osage University Partners legen einen 50 Mio.-US-Dollar-Seed-Fonds für Ausgründungen der University of Pennsylvania auf. BioNTech baut damit seine globalen Uni-Kooperationen über Infektionskrankheiten hinaus aus.

Für BioNTech könnte 2026 zu einem der entscheidendsten Jahre seit dem pandemiebedingten Durchbruch werden. Die Pipeline ist breit, die Kasse prall gefüllt, die Partnerschaften sind zahlreich und die Perspektive reicht weit über das Jahr 2030 hinaus. Doch bei aller strategischen Vorbereitung entscheidet sich in den kommenden Monaten vor allem eines: Können die klinischen Daten die hohen Erwartungen an BioNTechs Krebsstrategie einlösen?

Die Tübinger Immatics N.V. stellte auf dem ESMO Immuno-Oncology Congress 2025 aktualisierte Daten aus der laufenden Phase Ia-Dosis-Eskalationsstudie zu ihrer PRAME-gerichteten Zelltherapie der zweiten Generation vor. Die überraschenden Ergebnisse haben kaum Auswirkungen auf den Aktienkurs. Möglicherweise liegt das an der Konkurrenz von zahlreichen Ansätzen gegen das PRAME-Zielmolekül (Preferentially Expressed Antigen in Melanoma), unter denen Immatics aber auch Immunocore (UK) schon in späteren klinischen Phasen unterwegs sind.